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27. April || von Net-Made

Webstandards – Checkliste – Teil 8

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2.5 Seitengeschwindigkeit – Ladezeitcheck

Google hat es 2010 im Webmaster-Blog offiziell gemacht, die Ladezeit spielt in Bezug auf SEO-Optimierung bei über 200 Rankingfaktoren eine Rolle. Im Moment gilt dies jedoch für den englischsprachigen Raum, wird aber wohl auch in naher Zukunft auf deutsche Seiten zutreffen. Die Meinungen sind selbstverständlich geteilt, da optische Gestaltung gerade im Webdesign eine nicht unerhebliche Rolle spielt. Es bleibt mal wieder das Mittelmaß für den Webdesigner. Mittlere Ladezeit und trotzdem ein ansprechendes Layout.

In Verbindung mit dieser Optimierung ist es natürlich wichtig zu wissen, welche Bestandteile die Ladezeit einer Seite erheblich beeinflussen.

Hier hätten wir an erster Stelle die Bilddateien: .png-Images mit transparenten Hintergründen sind schön anzusehen, können aber je nach Größe enorme Auswirkungen auf die Ladezeit der Seite haben. Hier kann es sinnvoll sein, eine Alternative zu .png zu suchen. Sie sollten wenn möglich .jpg/.jpeg bevorzugen und für transparente Hintergründe unter Umständen das .gif-Format verwenden. Ebenso kann auch an der Größe des gesamten Bildes gespart werden. Einige Pixel weniger bedeuten weniger Ladezeit. Nun liegt es selbstverständlich an Ihrem geschulten Auge, die perfekte Mitte zwischen Design und Ladezeit der Website zu finden. Aus meiner Sicht ist eine Seite mit schlechten Grafiken ebenso so schlecht, wie zu lange Ladezeiten.

Javascript: Gerade JQuery und Co. können die Ladezeit erheblich in die Höhe schnellen lassen. Aus meiner Sicht ist es eine ganz gute Idee, diese Scripte deshalb von einem zentralen Server zu beziehen und nicht im eigenen Verzeichnis zu haben, z.B.

http://ajax.googleapis.com/ajax/libs/jquery/1.5.1/jquery.min.js

Das macht dann Sinn, wenn man davon ausgeht dass einige Seiten das Script verwenden und es sich bereits im Cache des Browser befindet. Googleapis deshalb, da hier nicht davon auszugehen ist, dass der Server schon morgen nicht mehr besteht, oder permanent ausfällt. Sicherlich teilt sich hier die Ansicht und einige Stimmen werden auf das Ablegen im eigenen Verzeichnis schwören. Aus der Sicht von Ladezeitverkürzung aber die wohl einfachste und schnellste Lösung.

Code und CSS: Jedes Leerzeichen, sowie jedes Zeichen verbraucht Ressourcen. Wer also an die Grenzen gehen und das letzte aus der Ladezeit holen möchte, der kann durch entfernen von Leerzeichen und unnötigen Kommentaren zusätzliche Einsparungen treffen. So kann z.B. der Inhalt der gesamten .css-Datei in eine Zeile gepackt werden, oder auch der Code des Templates oder der von Javasripten verkürzt werden.

Sucht man bei Google nach einem Ladezeit-Check wird man schnell fündig:

http://webtool.topsubmit.de/analyze/?ladezeit

ist nur einer von zahlreichen Diensten.

Der Vorteil bei diesen Onlinechecks ist, sie sind kostenlos und zeigen direkt welche Seitenelemente für erhöhte Ladezeiten verantwortlich sind.

Am Ende unseres 8. Teils zu Webstandards bleibt zu sagen, es sollte immer die Mitte gesucht werden. Hierbei ist es wichtig eine gute Suchmaschinenplatzierung zu erreichen und  trotzdem im Sinne des Besuchers zu handeln. Eine kurze Ladezeit einer Website ist deutlich im Sinne des Besuchers, doch möchte man nicht nur unformatierten Text, ohne Gestaltung erhalten.

Sie sollten sich mit dem Thema Ladezeit etwas auseinandersetzen und experimentieren. Verändern Sie zuerst die Größe von Bildern, dann die Auflösung und ggf. den Dateityp. Schauen Sie was passiert.

Hier geht es weiter zum 9. Teil…

 

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