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14. April || von Net-Made

20 Fragen zu erfolgreichem Webdesign – Teil 5

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Hallo zum fünften Teil der “20 Fragen zu erfolgreichem Webdesign”.

Sollten Sie gerade erst dazu gestoßen sein, empfehle ich zuerst Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 4 zu lesen.

Wie in den vorherigen Teilen bereits gesagt, sollen diese Fragen als Anhaltspunkte zu einer strukturierten Kundenberatung dienen. Selbstverständlich steht es dabei frei, Fragen zu erweitern oder auszutauschen. Es kann sinnvoll sein, einige Anpassungen vorzunehmen, um eine entsprechende Authentizität dem Auftraggeber entgegen zu bringen.

15. Die Frage nach der Seitenbeschaffenheit.

Herr/Frau XY, soll Ihre Internetseite repräsentativen Zwecken dienen, oder möchten Sie darüber auch Produkte verkaufen (eCommerce)? Wollen Sie neue Kundenbeziehungen über Ihre Seite aufbauen?

Grundsätzlich beschäftigt sich diese Frage mit der Beschaffenheit der Seite und hätte theoretisch schon vor der Abgabe einer Preisspanne zumindest annähernd abgefragt werden sollen. Stellt sich nun heraus, dass Sie mit einer schlichten Website im Firmenlayout gerechnet haben, Ihr Auftraggeber aber ein Shopsystem mit dem gesamten Warensortiment wünscht, stehen Sie vor einem Problem.

Sollte Ihr Auftraggeber ein Shopsystem wünschen, können Sie nun die ganze Palette an Möglichkeiten und Fragen vorbringen. Kreditkarte, Paypal, Pakettracking, Newsletterfunktion, wie viele Artikel sollen angeboten werden, wie ist das Vorgehen bei der Artikeleinstellung, spezielle Sonderwünsche etc.

Sollte die Beratung eines Shopsystems bei einem ersten Gespräch zu viel Zeit in Anspruch nehmen, können Sie einen weiteren Termin vereinbaren.

Herr/Frau XY, ich kenne nun Ihre Vorstellungen und werde Ihnen ein spezielles Angebot ausarbeiten. Um gerade im eCommerce-Bereich speziell auf Ihre Bedürfnisse beraten zu können, würde gerne vorher einige Unterlagen als Präsentation zusammenstellen. Ich gebe Ihnen in einem weiteren Termin genauere Informationen zu den Möglichkeiten für Ihr Unternehmen, den Verkauf im Internet so komfortabel wie möglich zu gestalten.

Verpassen Sie es aber nicht, zuvor alle relevanten Kundenwünsche in diesem Bereich in Erfahrung zu bringen. Ansonsten stehen Sie beim nächsten Termin ohne geeignete Unterlagen vor Ihrem Auftraggeber und haben sich unter Umständen unglaubwürdig gemacht.

16. Welche Zeit kann für die Website aufgewendet werden.

“Herr/Frau XY, gibt es einen bestimmten Mitarbeiter/ein bestimmtes Zeitfenster, das zur Bearbeitung von Anfragen auf Ihrer Internetseite zur Verfügung gestellt wird? Wenn ja, wie ist dieses bemessen?”

Kontaktformulare sind ein gerne genutztes Element auf Websites. Es bringt Ihrem Auftraggeber aber wenig, wenn Sie ein solches Formular einbauen, jedoch nie eine Kundenanfrage beantwortet wird. Wenn Ihr Auftraggeber sehr wenig Zeit an einem Computer verbringt, oder keine Mitarbeiter mit dieser Aufgabe beschäftigt werden sollen, kann es sinnvoll sein auf ein solches Formular zu verzichten.

Unbeantwortete oder zu lange ausstehende Anfragen von Kunden auf einer Firmenseite, führen zwangsläufig zu schlechter Werbung für das Unternehmen.

17. Marketing und Vermarktung der Website

Herr/Frau XY, eine Internetseite ist nicht sofort nach der Erstellung erfolgreich, welche Möglichkeiten kennen Sie, einen langfristigen Erfolg zu erreichen und die Bekanntheit zu steigern?

Hier sind Sie nun an dem Punkt des Marketing angelangt. Hören Sie sich die Argumente und Überlegungen Ihres Auftraggebers an und entscheiden Sie aus Ihrer eigenen Erfahrung, welche Strategien für Ihren Auftraggeber sinnvoll sein können. Es gibt zahlreiche Techniken, eine Website bekannt und beliebt zu machen. Manches erfordert ein geeignetes Budget Ihres Auftraggebers und wieder Anderes ist absolut kostenfrei umzusetzen.

18. Die Erwartungshaltung Ihres Auftraggebers.

Herr/Frau XY, wenn Ihre Internetseite online ist, wann rechnen Sie mit wirtschaftlichen Erfolgen aus Ihrem Internetauftritt? Wann wird Ihre Seite erste Umsatzerfolge erbringen?

Dies ist eine interessante Frage, anhand der Sie die Haltung Ihres Auftraggebers erkennen. Es gibt Kunden, die diese Einschätzung sehr nüchtern treffen und wieder Andere glauben an ein zusätzlichen Ertrag, sobald die Lichter angehen.

Sollte Ihr Auftraggeber eine unrealistische Haltung zu dieser Frage haben, klären Sie ihn umfassend über die bemessene Dauer für eine erfolgreiche Website auf. Je nach Strategie und Budget, sowie gewählter Marketingform, kann Ihr Wissen erheblich von der Wunschvorstellung Ihres Auftraggebers abweichen. Es ist sinnvoll auch hier die nüchterne Wahrheit und Fakten offenzulegen um spätere Missverständnisse zu vermeiden.

19. Die Kundenbindung.

Eine Seite auf der nichts passiert, steht zwar im Netz, bringt aber wenig bis keinen Erfolg und wird Ihrem Auftraggeber unter Umständen wenig Freude und besonders keinen Umsatz bringen.

Herr/Frau XY, wie stellen Sie sich häufige Besuche von bereits bestehenden Kunden vor und wie sieht eine Empfehlungsstrategie für Ihre Internetseite aus?

In manchen Fällen wird Ihr Auftraggeber Sie nun wortlos ansehen und ihm wird aber auch gar nichts einfallen wollen. Es ist wichtig eine Seite attraktiv zu gestalten und immer mit neuen Inhalten zu füllen. Eine Seite mit den immer gleichen Inhalten ist uninteressant und wird weder ein zweites Mal besucht, noch weiterempfohlen. Und genau hier liegt Ihr Beratungspotential. Sagen Sie genau das dem Kunden. Es gibt viele Möglichkeiten eine Seite auch auf Dauer für Besucher und Empfehlungen interessant zu machen. Dazu können interessante und wechselnde Informationen zählen, aber auch Gewinnspiel und Bilderalben, die Betriebsfeiern zeigen. Seien Sie in diesem Punkt kreativ und beraten Sie aus Ihrem Wissensschatz.

20. Verstärker.

Zu jedem guten Verkaufs-/Beratungsgespräch gehört ein Verstärker. Es ist sinnvoll noch einmal kurz alle gesammelten Eindrücke durch zugehen. Unter Umständen wird noch etwas ergänzt oder gestrichen.

Fragen Sie Ihren Auftraggeber wie Ihm das Gespräch gefallen hat. Holen Sie sich also grundsätzlich ein kurzes Feedback ab, um Ihre Gesprächsstrategie verbessern zu können.

Fragen Sie Ihren Auftraggeber, ob er noch Fragen hat und bedanken Sie sich für sein Vertrauen.

Herr/Frau XY, wir haben jetzt folgende Punkte zusammengetragen: [...]. Bestehen von Ihrer Seite sonst noch Fragen? Wie hat Ihnen unser Gespräch gefallen? Dann bedanke ich mich für das nette Gespräch und werde mich [nächste Woche/morgen] bei Ihnen melden.

 

So nun haben Sie es geschafft. Sie haben eine umfassende Beratung, professionell gemeistert und dem Kunden im besten Falle alle Zweifel genommen. Denken Sie immer daran, dass Sie nicht alle Fragen stur abarbeiten, sondern ein Feingefühl für die Zeit und die eigenen Bedürfnisse Ihres Auftraggebers entwickeln.

In diesem Sinne,

Stay Ace und viel Erfolg

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